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Kirchenzugehörigkeit und Kirchensteuer - Kirchenaustritt erklären

Kirchen, Religionsgemeinschaften und Weltanschauungsgemeinschaften werden im deutschen Recht gleich behandelt. Im Folgenden werden sie alle als "Religionsgemeinschaften" bezeichnet. SindsieKörperschaften des öffentlichen Rechts, können sie von ihren Angehörigen Kirchensteuer erheben.

Für den Lohnsteuerabzug wird dem Arbeitgeber die Zugehörigkeit zu einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft durch die von der Finanzverwaltung zum Abruf bereitgestellten elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) mitgeteilt. Grundlage bilden die der Finanzverwaltung von den Meldebehörden bereitgestellten Informationen.

Die Lohn- oder Einkommensteuer bildet in der Regel die Bemessungsgrundlage für die Kirchensteuer. Der Staat erhebt siefür die Religionsgemeinschaften.

Den Steuersatz legt die jeweilige Religionsgemeinschaft fest.
Erbeträgt in Baden-Württemberg grundsätzlich acht Prozent, für Angehörige derrömisch-katholischenKirchemitWohnsitzinBadWimpfenab1.Januar2016neunProzent.
DiesgiltfürdenPostleitzahlenbereich74206einschließlichderPostleitzahlenfürPostfächerundGroßempfänger.

Für die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft sind zu unterscheiden:

  • der staatliche Rechtskreis
  • der Rechtskreis der Religionsgemeinschaft

Unterlagen:

  • Reisepass oder Personalausweis
  • Geburtsurkunde
  • Verdienstbescheinigung

Hinweis: Ein Nachweis der Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft ist nicht erforderlich.

Rechtsgrundlage:

Freigabevermerk:

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Kultusministerium, das Finanzministerium, vertreten durch die Oberfinanzdirektion Karlsruhe, und das Innenministeriumhaben dessen ausführliche Fassung am 09.03.2016 freigegeben.

 

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